Montag, 27. August 2007

Christliche Privatschule und Integration!?





Mit unserem MuM-Team besuchten wir heute die August-Hermann-Francke-Schule in Detmold. Peter Dück, Geschäftsführer des Trägervereins (CSVL e. V.), bot einen Überblick über die Entstehung und die aktuelle Situation dieser Schulen und machte dabei auch deutlich, dass hier intensiv und erfolgreich "sanfte Integration" betrieben wird. Ein sehr großer Teil der Schüler- und Elternschaft (und auch viele Lehrer) der inzwischen 8 Schulen des CSVL haben einen Migrationshintergrund. In den meisten Fällen sind es Russlanddeutsche oder Russlandmennoniten aus den ca. 30 verschiedenen evangelikalen Kirchengemeinden in Lippe mit russlanddeutschem Hintergrund. Nach der Präsentation von Peter Dück und einer anschließenden Diskussion führte Dr. Katharina Neufeld uns durch das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte.

Auf den Fotos, von oben nach unten: Integrationshelfer Elvira Hamm und Sergej Pelich diskutieren über das russlanddeutsche Museum, Projekt-Koordinatorin Dagmar Stenzel-Scheding stellt kritische Fragen, Geschäftsführer, Gastgeber und Referent Peter Dück - nie um eine Antwort verlegen, Vlada Safraider posiert mit Olesja Schaller und ihrem kleinen Kevin plus Schwägerin Galina vor dem Hauptgebäude der AHF-Schule.

Samstag, 25. August 2007

NRW hebt ab


Während an diesem Wochenende die Love Parade in Essen läuft, kann migrations- und integrationsmäßig auch auf anderen Hochzeiten getanzt werden: z. B. morgen auf dem 2. Tag der Aussiedler in Werl oder gleich das ganze WE auf dem NRW-Tag in Paderborn, wo ich heute diese hübschen Luftballons fotografiert habe. Unser MuM-Projekt ist dort natürlich auch vertreten - irgendwo auf den Paderauen...

Freitag, 24. August 2007

Tolle Ehrenamtliche!?


Als ich heute Morgen in die Lippische Landes-Zeitung schaute, fand ich da einen Artikel zu unserem MuM-Projekt, plus Foto: 4 Personen mit mehr oder weniger Migrationshintergrund halten den Daumen nach oben. Zum Glück hat die LZ-Redakteurin Schürheck auch gleich den Grund dafür genannt, warum wir so positiv gestimmt sind: "Wir haben tolle Ehrenamtliche", hätte ich gesagt. Und ich bin auch heute 100 Prozent damit einverstanden!... Auf dem Foto, v.l.: Projektkoordinatorin Dagmar Stenzel-Scheding, Teamleiter Peter Wiens, Integrationshelfer Denis Defo und Integrationshelferin Elvira Hamm. Nicht auf Foto sind leider die übrigen ehrenamtlichen Integrationshelfer/innen: Murtaza Cetinkaya, Melissa König, Anna Lehmann, Sergej Pelich, Vlada Safraider, Galina und Olesja Schaller.

Donnerstag, 23. August 2007

Integrationskonzept für Detmold


Integration - das sei kein "Selbstläufer" sondern "harte Arbeit", sagte Thomas Kufen (NRW-Integrationsbeauftragter) gestern auf einer Komm-In-Auftaktveranstaltung in Detmold (siehe Foto). Die Stadt im Herzen des Lipperlandes hat sich vorgenommen, bis zum Frühjahr nächsten Jahres ein umfassendes Integrationskonzept zu erstellen - auch (und vor allem?) in Zusammenarbeit mit den MSOs (Selbstorganisationen der Migrant/innen) in Detmold und Umgebung. Angebote, Strukturen und Prozesse auf kommunaler Ebene, die eine bessere Integration zum Ziel haben, sollen effektiver aufeinander abgestimmt werden. Auf der gut besuchten Start-Up-Veranstaltung gestern in der Detmolder Stadthalle unterstrich Thomas Kufen, dass die Zuwanderer aktiv in diesen Prozess eingebunden werden müssen und dass gemeinsam klar messbare Vorgaben entwickelt werden müssen. Damit dies gelingt, soll die Erstellung des Integrationskonzeptes von Anfang an von der GOE Bielefeld begleitet werden. In den kommenden Monaten wird für 5 verschiedene Handlungsfelder in entsprechenden Workshops weitergearbeitet. In diesem Zusammhang interessiert mich für unser MuM-Lippe-Projekt vor allem das Handlungsfeld 4: Gesellschaftliche Integration und Partizipation...

Samstag, 18. August 2007

Junge Migranten...


In einer ARD-Themenwoche im April 2007 wurden junge Migranten in Deutschland als Chance bezeichnet. Aber sie brauchen dringend Unterstützung. Hier ein kurzer Ausschnitt aus einem Kommentar zu dieser Themenwoche:

Junge Migranten kommen häufig aus Familien, die Sozialpädagogen gern "bildungsfern" nennen. Viele Eltern haben selbst kaum die Schule besucht, keine Ausbildung, sprechen oft nur schlecht Deutsch. Sie kennen sich im hiesigen Bildungs- und Ausbildungssystem nicht aus. Manche Eltern halten gar eine Lehre für überflüssig. Ihr Sohn soll schnell Geld verdienen, die Tochter heiraten. Das alles kann das Weiterkommen der Kinder erheblich hemmen. Studien haben gezeigt: Der familiäre Hintergrund ist gerade in Deutschland ganz entscheidend für den Erfolg der Kinder. Auch deutsche Kinder aus ähnlichen Verhältnissen kämpfen mit diesen Schwierigkeiten. Können wir das aber einfach ignorieren? Und einfach sagen: "Strengt euch an, dann wird es gehen"? Was tun wir, damit diese Kinder eine Chance bekommen?

Dienstag, 14. August 2007

Biesterberg Boys


Gute Aussicht!? Während des Tags der Offenen Tür (neulich hier im Stadtteiltreff Biesterberg) schauten diese Jungs lässig "von oben auf uns herab". Die Besucher genossen Kaffee und Kuchen, quatschten hier laut und da etwas leiser miteinander, die Kinder hatten Spaß und beteiligten sich zahlreich am Programm, insgesamt ein gelungener Tag. Dieses Haus (Max-Born-Straße, Lemgo) ist auf jeden Fall eine gute Adresse für Menschen mit Migrationshintergrund - schön, dass auch das MuM-Lippe-Team hier sein Büro haben kann. Als MuM-Integrationshelfer/innen wollen wir auch ein offenes Auge dafür haben, wo und wie wir Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf begleiten und unterstützen können...

Samstag, 11. August 2007

Kollegiale Beratung...


Integrationshelfer Sergej Pelich (links) im Gespräch mit Supervisor Clemens Lübbersmann. Das Teamtreffen heute nutzten wir zum Trainieren von kollegialen Beratungsmethoden: An einem konkreten "Kundenfall" versuchten wir gemeinsam, die Situation zu beschreiben und zu verstehen - vor allem auch durch das Schlüpfen in die verschiedenen Rollen. Entsprechend interessant und überraschend hilfreich waren anschließend dann die Lösungsvorschläge... Sergej Pelich (Lemgo) studiert in Bielefeld Psychologie. In Russland hat er bereits als Psychologe gearbeitet. Neben seinem Studium und seiner Mitarbeit im MuM-Projekt bietet Sergej inzwischen auch hier in Deutschland seine fachmännische Hilfe an - in einem Projekt der Johanniter für betreutes Wohnen.