Heute zeigte mir Hamza Turan stolz die aktuelle Ausgabe der "türkischen BILD-Zeitung" in Deutschland: Auf der NRW-Seite der Hürriyet waren ein paar Fotos aus Lemgo! Direkt aus dem Innern des AWO-Stadtteiltreffs Biesterberg, wo die MuM-Integrationshelferin und selbstständige Schneiderin Melissa König einige bezaubernde Beispiele ihrer Handarbeiten ausstellte. An diesem Sonntagnachmittag Anfang April konnten die interessierten einheimischen und ausländischen Gäste nicht nur Melissas Kunst bewundern oder gar erwerben -- sie konnten sich auch einfach zurücklehnen und türkische Musik und türkische Köstlichkeiten aus der Küche genießen! Und wenn auch nicht gerade Kerem Çalışkan persönlich dabei war -- Hürriyet war dabei und berichtete:
Freitag, 18. April 2008
Hürriyet
Heute zeigte mir Hamza Turan stolz die aktuelle Ausgabe der "türkischen BILD-Zeitung" in Deutschland: Auf der NRW-Seite der Hürriyet waren ein paar Fotos aus Lemgo! Direkt aus dem Innern des AWO-Stadtteiltreffs Biesterberg, wo die MuM-Integrationshelferin und selbstständige Schneiderin Melissa König einige bezaubernde Beispiele ihrer Handarbeiten ausstellte. An diesem Sonntagnachmittag Anfang April konnten die interessierten einheimischen und ausländischen Gäste nicht nur Melissas Kunst bewundern oder gar erwerben -- sie konnten sich auch einfach zurücklehnen und türkische Musik und türkische Köstlichkeiten aus der Küche genießen! Und wenn auch nicht gerade Kerem Çalışkan persönlich dabei war -- Hürriyet war dabei und berichtete:
Donnerstag, 20. März 2008
Zwangsheirat in Paderborn
Zwangsheirat? Wer wird denn im 21. Jahrhundert noch dazu GEZWUNGEN, zu heiraten? Die Antwort ist schockierend! Denn sie lautet keineswegs "niemand" und genausowenig "kaum jemand mehr".
Als Sonja Fatma Bläser letzten Samstag in Paderborn davon sprach, dass sich ständig (und von Jahr zu Jahr immer mehr!) von Zwangsheirat, Ehrenmord und häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Männer hilfesuchend an sie wenden, wurde auch den anwesenden MuM-Mitarbeiter/innen klar, dass es sich hier um eine Dunkelziffer handelt, die viel höher sein muss als bisher angenommen. Sonja Fatma Bläser, die deutsch-türkische Referentin mit kurdischer Familiengeschichte, hatte bereits bei einem früheren Workshop-Termin mit den Paderborner Integrationshelfer/innen in das Thema eingeführt. Mit einer ausführlichen Beschreibung ihrer eigenen Leidensgeschichte, die sie auch in ihrem Buch Hennamond festgehalten hat, sensibilisierte sie die Teilnehmer/innen für all die Tabu-Themen, um die es hier ging.
Gerade wir, die ehrenamtlich engagierten Integrationhelfer/innen könnten und sollten mit einer Mischung aus Feingefühl für die Kultur der eigenen Landsleute und kritischer Distanz zu Missbrauch von gewaltfördernden Strukturen Betroffenen unter die Arme greifen. Im Rahmen ihres gemeinnützigen und eingetragenen Vereins, der ebenfalls Hennamond heißt, bietet Sonja Fatma Gläser allen Mitmachenden ihre Hilfe und Unterstützung an.
Auf dem Foto oben: Während eines "Experimentes" letzten Samstag mitten unter den Paderborner Integrationshelfer/innen: Sonja Fatma Gläser, zweite von links.
Freitag, 7. März 2008
Nächstes Teamtreffen
An alle MitarbeiterInnen des MuM-Lippe-Teams: Unser nächstes Treffen (ursprünglich für kommenden Montag geplant) ist verschoben worden und findet nun am Freitag (14.3., 10-12 Uhr) statt. Einige von uns können am Montag nicht und baten um diese Terminverschiebung.
Montag, 3. März 2008
MuM, Maya, Muttersprachen....
Mein kleiner Ausflug nach Belize hat mir sehr gut gefallen ;-) Zum Thema "Migranten unterstützen Migranten" habe ich dazugelernt: Manchmal helfen Migranten, die neu im Land sind, solchen Migranten, die schon fast zu Einheimischen geworden sind. In Belize versorgen z. B. die Mennoniten das gesamte Land mit Reis, Fleisch und Milchprodukten. Dabei sind sie erst vor einigen Jahrzehnten eingewandert und machen nur knapp 5 Prozent der Bevölkerung aus. Neben der einheimischen Maya-Bevölkerung leben in Belize Migranten aus vielen verschiedenen Ländern. Die Mennoniten haben ihre "Kolonien" mit Weide- und Ackerland mitten im tropischen Regenwald, unterhalten eigene Schulen und Verwaltungen und leben mehrsprachig mit Plautdietsch, Englisch, Deutsch und Spanisch - die meisten können auch die regionale Kreolsprache.
Das Foto zeigt einen alten Maya-Tempel in Lamanai, ganz in der Nähe der Mennoniten-Kolonie Blue Creek. Das Foto habe ich am 21. Februar 2008 gemacht, am Internatonalen Tag der Muttersprache, kurz bevor ich die ganzen Stufen hochgeklettert bin...
Montag, 4. Februar 2008
Terminänderung
Bei den Terminen (siehe Info vom 16.1.08) hat sich Folgendes geändert: Die Fortbildung zum Thema Sucht wird vom 23.2. auf den 17. Mai verschoben.
Zum Foto: Eventuell kaffeesüchtig: Projektkoordinatorin Dagmar Stenzel-Scheding im Löhner Büro der AWO-Fachdienste für Migration und Flüchtlinge
PS: Bin erst Ende Februar / Anfang März wieder von meinem Belize-Abstecher zurück...
Samstag, 2. Februar 2008
Sedanplatz in Lage
Ganz so dramatisch wie in der Schlacht von Sedan war es nicht, aber eine Art wichtige Vorentscheidung vielleicht doch. Gestern begleitete Integrationshelferin Elvira Hamm den in Lippe "geduldeten" Flüchtling Levon* zu einem Termin am Sedanplatz in Lage. Im Büro der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde (Sedanstr. 20) konnten sich Elvira und Levon bei Frank Gockel von der Organisation Flüchtlingshilfe Lippe e. V. darüber beraten lassen, ob und welche Chancen bestehen. Sachberater Gockel, ein verständnisvoller und hilfsbereiter Mensch mit sehr viel Erfahrung, konnte zwar zunächst noch nichts versprechen, aber immerhin schon konkrete nächste Schritte gemeinsam mit Levon planen. Hoffnung lag in der Luft. In einem späteren Blog-Eintrag folgen weitere Infos zu diesem Fall. Frank Gockel ist auch ehrenamtlich aktiv im Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V., der im Jahr 2006 den Aachener Friedenspreis bekommen hat. Als Vorsitzender des Vereins gegen Abschiebehaft ist Frank Gockel für viele Migrantinnen und Migranten in Lippe wohl einer von denen, von welchen es nach Ernst Ferstl "zu wenig" gibt:
Es gibt zu viele Flüchtlinge, sagen die Menschen.
Es gibt zu wenig Menschen, sagen die Flüchtlinge.
*) Levon ist nicht der richtige Name des Flüchtlings, der gemeinsam mit seiner schwangeren Frau und zwei Kindern abgeschoben werden soll.
Samstag, 26. Januar 2008
Sonnenland
Auch wenn mein AWO-Laptop, den ich für das MuM-Projekt benutze, gerade kaputt ist (und hoffentlich bald wieder repariert ist) -- vieles ist NICHT kaputt: Als ich z. B. gestern Morgen unterwegs ins MuM-Büro war, irgendwo auf der B66 zwischen Lage und Lemgo, musste ich einfach stoppen, staunen und genießen: Die Morgensonne kam da hinter einigen Häusern und Höfen hervor und strahlte soviel Freude und Zuversicht übers Lipperland!
Ich nehme so etwas immer sehr persönlich ;-)
Den Mond, seit Montag abnehmend, hatte ich ein paar Minuten vorher auch schon fotografiert - siehe Daut witte Licht in meinem privaten Amalgam-Blog.
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